Wort zum Sonntag

"O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. . ."

 Wenn man sich aber umschaut und das bunte Treiben nüchtern betrachtet, könnte man den Text auch anders formulieren: "O du selige, Hektik und Stress bringende Weihnachtszeit," oder "schuldenbringende Weihnachtszeit", oder wie wär's mit "Depressionen bringende Weihnachtszeit"? Denn gerade zu diesen Festtagen werden viele infolge von Einsamkeit oder Streit in der Familie von Niedergeschlagenheit überwältigt. Es wird gejammert, aber kaum jemand scheint in der Lage zu sein, etwas dagegen zu unternehmen. Was stimmt hier nicht? Man rast an dem Wesentlichen vorbei, dem eigentlichen Geschenk Gottes an uns: Jesus Christus!

Bei seiner Geburt sind die Menschen an ihm vorbeigegangen--genau wie heute!

Die Schriftgelehrten (Matthäus 2,4-6): Obwohl sie den Weisen genau erzählen konnten, wo Jesus zu finden sei, hatten sie kein Verlangen ihn zu sehen. Sie sind wie viele, die im Kopf über Jesus Bescheid wissen, aber noch keine persönliche Begegnung mit Christus gemacht haben. So etwas ist eine hohle Frömmigkeit, weil das Wesentliche fehlt: eine persönlich Beziehung zu Jesus Christus.

König Herodes sandte viele Soldaten aus, um Jesus töten zu lassen. Er fürchtete um seinen  Königssitz, wenn Christus am Leben bleiben würde. Wie viele lehnen es ab, Jesus als Christus und Herrn zu erkennen oder  kämpfen gegen ihn, sei es, dass sie behaupten Atheist zu sein oder aus anderen angeblich wohl überlegten Gründen? Aber der wahre Grund ist, dass sie über ihr Leben selbst bestimmen wollen. Sie wollen die Herrschaft über ihr Leben an niemanden abgeben -- auch nicht an ihren Schöpfer!

Als der Wirt der Herberge damals von der bevorstehenden Geburt Jesu hörte, wollte er Josef und Maria nicht mehr auf die Straße zurückschicken. Um seine Gäste in dem belegten Haus nicht einengen zu müssen, führte er Josef und Maria in seinen Stall. Viele wollen Jesus nicht direkt ablehnen, jedoch, weil sie so viele anderen Interessen haben, wollen sie ihm nicht den rechtmäßigen "ersten Platz" einräumen. Aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass eine Ablehnung, egal wie höflich sie ist, immer noch eine Ablehnung bleibt.

Es gibt noch eine andere Gruppe:die Hirten (Lukas 2,8-20) Als sie von der Geburt Jesu gehört hatten, verließen sie alles, um ihn aufzusuchen. Manch andere wären zu stolz, den König der Könige in einem dreckigen Stall aufzusuchen, aus Angst, von anderen gesehen zu werden. Die Hirten, in ihrem schlichten Glauben, vertrauten der Botschaft Gottes und deshalb waren sie unter den ersten Menschen, die Gottes größtes Geschenk annahmen.

Wenn Sie nun ganz ehrlich Ihr Leben anschauen, welche Reaktion der beschriebenen Menschen trifft am Besten Ihre Stellung Jesu gegenüber? Ihre Antwort auf diese wichtige Frage hat ewiges Gewicht!

 

Rocco Panepinto(Gemeindepastor -- Die Eckstein Gemeinde)