Kirche Krippendorf

In gotischer Zeit wurde der Chor umgestaltet, er erhielt seinen polygonalen Abschluss. Eine Nebenapsis vom romanischen Chor blieb jedoch am östlichen Ende des Kirchenschiffes erhalten. Deren Bestand lässt daher vermuten, dass das ursprüngliche Gotteshauses kleiner war und dreiapsidial endete, dergestalt, eine Hauptapsis flankiert von zwei kleineren Nebenapsiden. Der Formensprache der Gotik folgend, zeigen sich auch die Fenster im Chor, deren Maßwerk in Kleeblattbögen und einem Vierpass gearbeitet sind.

Während dieser Baumaßnahmen wurde auch das Kirchenschiff neu errichtet. Dabei gingen die Lanzettfenster mit ihren Maßwerken verloren. Die heutigen Fenster, wie auch das Mansarddach, sind das Ergebnis von Umbauarbeiten aus den Jahren 1734 und 1844.

Auch das Innere der Kirche erfuhr eine Neugestaltung, das Schiff erhielt eine dreiseitige, zweigeschossige Empore, die Deckenkonstruktion - über der Empore aus abgeschrägten und geraden Stücken mit Bemalung und in der Mitte als eine flache Holztonne ausgeführt - stammt aus dem Jahr 1734.

Nachdem das Gewölbe im Chor 1825 einstürzte, zog man ein Kreuzgratgewölbe ein, welches auf den gotischen Kopfkonsolen lastet. Sichtbar sind noch fragmentarisch Reste einer Rankenmalerei, um 1500 ausgeführt.

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