Kirche Maua

Mit der Errichtung des gotischen Chores wurde im Jahr 1468 unter dem Wirken des Leutpriesters Peter Mauer begonnen, das romanische Mauerwerk wurde mit einbezogen. Eine Inschrift am nördlichen Strebepfeiler gibt dieses Datum wieder. Der Chor besteht aus einen Chorjoch und endet dreiseitig polygonal. Das Äußere des Chores wird durch seine Strebepfeiler und durch ein umlaufendes, profiliertes, verkröpftes Sockel- und Dachgesims bestimmt. Hohe Lanzettfenster gestatten den Lichteinfall in den östlichen Raum.

Dieser, in spätgotischer Zeit begonnene, Bau wurde erst nach einigen Jahrhunderten vollendet, indem man das wesentlich niedrigere und schlicht ausgeführte Langhaus in derselben Breite des Chores errichtete. Eine Inschrift über dem Portal im Westen trägt die Jahreszahl 1819. Aus derselben Zeit stammt der Glockenstuhl aus eisernem Stangenwerk auf dem Dach des Chores.

Das Langhaus wurde bis in den Dachstuhl erhöht und damit der Höhe des Chores angeglichen. Der Chor besitzt ein Kreuzrippengewölbe, dessen Rippen auf Konsolen lasten, die zum Teil als Köpfe ausgebildet sind oder Maßwerk tragen. Im Gewölbescheitel befindet sich ein Schlussstein, der von einem Wappen geziert wird und die Jahreszahl 1483 trägt, möglich die Datierung für die Vollendung der Gewölbe. In der Chornordwand ist ein Sakramentsschrein mit spätgotischem Giebel eingelassen.

Entsprechend der schlichten Ausführung des Kirchenschiffs am Außenbau ist es auch im Inneren einfach gehalten. An den Wänden erstreckt sich eine dreiseitige, an den Längsseiten zweigeschossige Empore. Diese, wie auch der Kanzelaltar, wurden im frühen 19. Jahrhundert in dem Gotteshaus errichtet und bei Renovierungsarbeiten in der Kirche 1968/69 erneuert.