Liebe Leserinnen und Leser!

Haben Sie einen sehnlichen Wunsch in sich, der noch nicht erfüllt ist? Und wodurch wurde dieser Wunsch ausgelöst, oder war der immer schon da?

In der Bibel (Matthäus 2,1-12) steht die Geschichte von den weisen Sterndeutern, die sich auf den Weg machen, um einen König zu finden. Sie haben einen besonderen Stern gesehen, der ihnen verraten hat: „Ein großer König ist geboren!“ Vielleicht war die Sehnsucht nach diesem König auch immer schon in ihnen drin. Und dann hat der Stern ihnen gesagt: „Jetzt ist es so weit. Macht euch auf den Weg, den König zu finden.“ Also sind sie losgegangen, auf einen weiten, weiten Weg. Aber irgendwann wussten sie nicht mehr weiter. Sie sind dorthin gegangen, wo sie am ehesten ein neugeborenes Königskind vermutet haben – im Königspalast in Jerusalem. Dort wohnte der Herrscher Herodes der Große, bekannt für seine Machtgier und Grausamkeit. An diesem Ort war der neugeborene König nicht. Enttäuschend! Wie traurig! Aber einfach aufgeben? Nein, die Weisen sind weitergezogen, weil sie den König unbedingt finden und ehren wollten.

In der kleinen Stadt Bethlehem schließlich fanden sie das Königskind. Sie wussten, dass sie am richtigen Ort sind, weil der Stern über dem Stall stehenblieb, in dem Jesus geboren wurde. Und als sie Jesus sahen, freuten sie sich sehr. Da wussten sie nicht nur, dass der Ort stimmt, sondern dass sie den richtigen König gefunden hatten. Auch, wenn der überhaupt nicht so aussah und an einem Ort geboren wurde, wo man einen König am allerwenigsten erwartet hätte! Die Weisen erwiesen dem Kind Ehre, beteten es an und brachten Geschenke mit, Gold, Weirauch und Myrrhe. Sie haben einen gerechten König gesucht und Gott selbst gefunden, in einem kleinen Kind in der Krippe. Zwischendrin sind sie falsch abgebogen – aber am Ende sind sie dort angekommen, wo der Stern und ihre Sehnsucht sie hingeführt haben.

Gott sagt: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13). Genau das haben die Weisen getan.

Seien Sie behütet!

Mit herzlichen Grüßen,

Angelika Büttner