13.02.2026
Konfitag im Melanchthonhaus

Seit mittlerweile 45 Jahren begehen zahlreiche Kirchengemeinden landauf landab die Friedensdekade. Das sind 10 Tage im November, endend am Buß- und Bettag, in denen die Themen „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ in den Fokus rücken. In Vorbereitung auf die diesjährige Friedensdekade unter dem Motto „Komm den Frieden wecken!“ trafen sich am08. November mehr als 40 Konfirmand*innen im Melanchthonhaus zum Konfi-Tag. Einerseits tauschten wir uns über Begriffe und Zusammenhänge aus, die die Jugendlichen interessierten und die sie selbst mit dem Begriff „Frieden“ in Verbindung bringen. Unsere Konfis sind, wie sich herausstellte, vielseitig interessiert und gut informiert. Die Sehnsucht nach Frieden, auch Mitgefühl und Hoffnung, Visionen vom Frieden, das war ganz lebendig spürbar. Drei Themenkreise kristallisierten sich heraus. Erstens ging es tatsächlich um aktuelle Kriege, etwa in der Ukraine oder den Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen. Wir diskutierten in einer kleinen Gruppe, woher solche Konflikte kommen. Und die Jugendlichen analysierten scharf, liegt es in den Genen des Menschen, Krieg zu führen, begründen die Geschichte oder die Identität einen Krieg oder liegt die Wurzel des Krieges im Ringen um Macht und Reichtum?
Und das war nicht alles. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden fragten nach gesellschaftlichen Konflikten, etwa nach dem zunehmenden Rechtsruck oder den sozialen Folgen des Kapitalismus, nach Freiheit, Demokratie und Sicherheit. Und schließlich, ein dritter Themenkreis, befassten sie sich mit dem ganz eigenen, inneren Frieden, mit sich selbst und mit der Gemeinschaft, Familie, Freunde, Harmonie, Freundlichkeit, Kompromissbereitschaft und Verständnis füreinander. In Kreativ-Workshops setzten die Konfis dann ihre Bilder, Sprüche und Ideen zum Thema künstlerisch um, beim Gestalten von Tassen, T-Shirts, Kerzen oder mit Graffiti, wobei uns der Graffiti Künstler Michael Pook unterstützte.
Ein großer Dank geht auch an einige ehemalige Konfis, Sebastian, Marlene, Kyra und Janna, sowie Antonio, dem Leiter des CVJM in Jena, die uns als Teamer inhaltlich und praktisch unterstützten.
Es war einmal mehr ein inspirierender und erfüllender Tag mit unseren Konfis.
Anne und Andreas Simon