13.02.2026
Literaturkreis

„Nur zu Zeiten erträgt göttliche Fülle der Mensch...!“ – Vom Leben und Werk Friedrich Hölderlins

Am Mittwoch, 22. April, 19.30 Uhr Melanchthonhaus, Hornstr. 4
Annette Böhmer und Christine Theml stellen Friedrich Hölderlin vor, Helga Assing bereichert das Programm am Klavier.
Geboren wurde Friedrich Hölderlin am 20.3.1770 in Lauffen am Neckar, gestorben ist er am 7.6.1843 in Tübingen.
Seine Mutter wünschte für ihren Sohn eine Laufbahn als Pfarrer. Zeitig entdeckte Hölderlin jedoch Dichten als sein eigentliches Element. Damit betrat er einen schweren Weg, den er nicht mehr verließ, auch als er in geistiger Umnachtung 30 Jahre lang bis zu seinem Tod im berühmten Turm in Tübingen lebte. Schon als Kind liebte Friedrich die Natur und die Dichtung der Antike. Auch Freundschaft war ihm wichtig, die gab ihm oft Halt im Leben. Die Liebe zu Susette Gontard, einer verheirateten Frau, führte zum Beginn von Hölderlins
großer Verwirrung, gleichzeitig entstanden wunderbare Gedichte. Es ist seine Lyrik, die ihn berühmt machte, aber erst nach seinem Tod. „Sie können mich nicht brauchen“ war sein bitteres Fazit, als er sein geliebtes Vaterland verließ, vermeintlich für immer.
Die Nachwelt lässt Hölderlin nicht los. Es gibt unzählige Arbeiten über ihn, in denen sich die Nachgeborenen an seinem Werk reiben. „KOMM! Ins Offene, Freund“! dichtet Hölderlin in seiner Elegie „Brot und Wein“.

 

Zwischen den Zeilen die Krähen
Am Mittwoch, 20. Mai, 19.30 Uhr Melanchthonhaus, Hornstraße 4
Lyrische Prosa von Rita Dorn und Birgit Schmidt
Gesagtes und Ungesagtes, Zwiesprache mit der Natur, unheimliche Beobachtungen unterwegs, unerwartete Wiederbegegnungen, Erinnerungen.
Rita Dorn und Birgit Schmidt nehmen uns mit auf Wege durch die leise Schönheit der Natur und ins unwegsame Zwischenmenschliche.In ihren lyrischen Texten schildern sie Beobachtungen und Erinnerungen und spüren dabei den Untiefen zwischen den Zeilen nach.
Andres Böhmer umrahmt musikalisch die Lesung.
Rainer Hanemann