Ein neues Jahr hat begonnen. So schnell ist mal wieder alles gegangen, so viel ist im vergangenen Jahr passiert. Ein neuer Kanzler für Deutschland, ein neu vereidigter Präsident in den USA, bedrohte Waffenruhe in Gaza, Friedensverhandlungen für die Ukraine. Und dazwischen immer wieder Eilmeldungen, die uns erschüttern: Standseilbahnunglück in Lissabon, Brand in Hochhäusern in Hongkong und Anschlag auf eine Chanukkafeier in Sydney. Wie wird wohl das neue Jahr werden? Welche Nachrichten wird 2026 für uns bringen? Nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch für mich persönlich? Der Anfang eines neuen Jahres verspricht uns häufig auch einen Neuanfang. Man zählt wieder von eins, hat zwölf Monate vor sich liegen. Die Hoffnung, dass im neuen Jahr Dinge anders laufen können, ist geweckt. 

"Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!" So lautet die Jahreslosung für 2026. Um diesen Vers in der Bibel zu finden, muss ich in das vorletzte Kapitel dieses dicken Buches blättern. Fas ganz am Ende entdecke ich ihn dann. Eingebettet in die Vision von einer neuen Welt, gibt Gott ein Versprechen ab. Wie er schon einmal die Welt ins Sein gerufen hat, wird er eine neue Erde schaffen. Kein Tod und kein Schmerz wird da mehr sein, alle Tränen werden abgewischt. Und Gott selbst wird sein Wohnung bauen unter den Menschen. 

Moment mal, "Ich mache lles neu"? Das mir doch bekannt vor! Eine Welt, die gut geschaffen ist, kein Tod und Gott unter den Menschen - das gab es doch schon einmal! Nicht nur das Ender der Bibel erzählt davon, nein, auch ganz am Anfang wird diese Geschichte erzählt. Zwei Menschen werden geformt, die nichts von Tod und Schmerzen wissen und die gemeinsam mit Gott einen Garten bebauen und gestalten. 

Wenn Gott sagt: "Ich mache alles neu", dann meint er auch: "Ich stelle alles wieder her". Die Welt, die er geschaffen hat, das Leben und die Beziehungen der Menschen werden heil gemacht. Es ist sozusagen "alles wieder auf Anfang". Zurück zu dem Anfang, wo die MEnschen noch keine Schuld kannten und das Leben durch und durch gut war. 

Ist das alles nur Zukunftsmusik? Etwas, das wir sehnsüchtig erwarten, aber lange noch nicht erleben werden? Nein, einen Neuanfang erleben wir auch im Leben mit Jesus Christus. Durch ihn werden wir auch schon jetzt und hier zu neuen Menschen, die in guten Beziehungen leben können. Und mit ihm und durch den Heiligen Geist wird manches auch schon hier geheilt und neu gemacht. Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen auch für das Jahr 2026. 

Ihre Pfarrerin Clara Gebhardt