Wort zum Sonntag - hier immer in vollem Wortlaut

Beständige Freude

 

Ein Christ kann aus drei Gründen beständige Freude haben, egal wie seine äußeren Umstände sich entwickeln. 1. Die Bibel verheißt in Römer 8,28, dass Gott alle Dinge in unserem Leben so wendet, dass sie letztendlich zu unserem Guten dienen. 2. Die geistlichen Güter, die Christus am Kreuz für uns erworben hat, können uns nicht mehr genommen werden. 3. Die besten Dinge kommen für den Christen noch.

 

Zum ersten Punkt: Römer 8,28 ist für viele Christen ein Schlüsselvers, von dem sie großen Trost beziehen. Er besagt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind“. Der Vers will nicht sagen, dass alles, was uns geschieht, an sich gut ist. Aber Gott wird uns alle Dinge zum Guten dienen lassen, wenn wir mit ihm durch Christus verbunden sind.

 

Zum zweiten Punkt: Christus hat am Kreuz für uns Versöhnung mit Gott erworben. Wir sind durch Christus bei Gott angenommen und die Schuld all unserer Sünden wurde getilgt. Dadurch sind wir aus der Perspektive des Neuen Testaments sogar in die Familie Gottes adoptiert worden. „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen“ (Galater 4,4-5). Diese unschätzbaren Privilegien können uns niemals mehr genommen werden.

 

Zum dritten Punkt: Der Christ hat eine begründete Hoffnung, dass die besten Dinge sogar noch bevorstehen. Alles, was wir in diesem Leben an der Liebe Gottes erfahren, wird sich noch unglaublich vergrößern, wenn wir eines Tages in seiner Gegenwart sein dürfen. Die Freude, die wir jetzt erfahren, wird dadurch ins Unermessliche steigen. Gott wird „alle Tränen von unseren Augen abwischen“ (Offenbarung 7,17) und wir werden uns „jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude“ (1. Petrus 1,8).

 

Diese biblische Perspektive bedeutet nicht, dass Christen ständig mit einem Grinsen durchs Leben gehen und völlig immun sind gegen Leid und Schmerz. Das Neue Testament spricht sehr offen über das Leid und die Anfechtung, die selbst die gläubigsten Christen erfahren werden. Es bedeutet aber, dass wir in der Anfechtung immer wieder Grund zur Hoffnung und zur Freude haben können. Denn diese Freude baut nicht auf unseren Umständen auf, sondern auf dem, was Christus schon für uns am Kreuz erwirkt hat.