Christliche Lebensgemeinschaft in Weimar in Gründung

Im Herbst dieses Jahres macht sich in Weimar eine kleine christliche Gemeinschaft auf den Weg ins Ungewisse. Sie übernimmt das dortige Karmelkloster, das im Sommer geschlossen wird. Bei 16 feinen aber kleinen Zellen, einer Einsiedelei, einer Kapelle und einem großen Garten ist die Größe der Gruppe begrenzt. Eine christliche Gemeinschaft von fünf bis acht Mitgliedern soll den Kern bilden. Gäste, spirituell Suchende und Menschen in Not können zeitweise mitleben. Die bisherigen Mitglieder stehen der Friedens-, Ökologie- und Flüchtlingsarbeit nahe. Diese Themen werden uns weiterhin begleiten. Unseren Lebensunterhalt verdienen wir in unseren Berufen, teils außer Haus, teils von zu Hause aus.

 

Christus als Liebes-Erklärung Gottes an uns ist unsichtbare Mitte von Gebet und Alltag. Ein Weg der Annäherung soll im stillen Dasein vor ihm, in der Meditation, der Kontemplation liegen. Regelmäßig werden öffentlich Meditationsabende und -wochenenden angeboten. Die Gemeinschaft versteht die Frohe Botschaft nicht in erster Linie als moralisches Pflichtenheft, sondern als eine Liebesgeschichte Gottes mit uns. Im Vertrauen auf diese Gottesfreundschaft machen wir uns auf die Suche nach dem Licht Gottes in jedem Menschen. Immer darauf gefasst, vom Gegenüber, auch von den Randständigen unserer Gesellschaft, evangelisiert – will sagen: in dieser Liebe unterrichtet – zu werden. Wir wollen das Haus so offen wie möglich halten, ohne dabei den Selbstschutz des Einzelnen und die Intimität der Lebensgemeinschaft aus den Augen zu verlieren.

 

Diese Gemeinschaft ist weder Selbstzweck noch Wellness-Oase zur Selbstoptimierung. Sie ist der Versuch, die Frische und Schönheit des Evangeliums zu entdecken. Wir möchten in Einfachheit und Dankbarkeit das Leben feiern und offen sein für Menschen, die sich dazu einladen lassen, ob jung oder alt, ob Singles oder Familien. Viele Spielregeln unseres Zusammenlebens müssen wir noch ausloten. Wir haben noch nicht mal einen Namen. So herausfordernd und hindernisreich dieser Weg auch werden mag: Wer kommt mit an Bord?

 

Sabine Djimakong, Ursula und Nikolaus Huhn

 

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