Kirche Lehesten

Im Jahr 1074 wurde Lehesten vom Erzbischof von Köln dem Kloster Saalfeld übergeben, der Ort war Sitz eines Adelsgeschlechts, welches mit der Familie der Herren von Isserstedt verwandt war, die die Burg als Lehn der Burggrafen von Kirchberg trugen. Die Burg wurde bei einem Feldzug gegen die Kirchberger im Jahr 1304 zerstört und fiel in Wettinischen Besitz. Von den Wettinern wurde sie 1507 an den Deutschritterorden verkauft (vgl. dazu den Deutschritterorden in Zwätzen).

Der Orden richtete eine Komturei ein und baute schließlich 1550/51 die Burg um. Nach der Auflösung des Ordens im Jahr 1809 fiel der Besitz an das Königreich Sachsen und 1815 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar.

Die wohl ursprünglich rechteckige Anlage ist heute nur noch fragmentarisch erhalten: drei Flügel, ein Teil vom Wassergraben im Westen, der ehemalige Bergfried und die ehemalige Burgkapelle im Süden. Aufgrund der späteren landwirtschaftlichen Nutzung wurde der östliche Teil der Burg sehr stark verändert.

Die evangelische Fialkirche - die ehemalige Burgkapelle - wurde im Zuge von Umbaumaßnahmen in den Jahren 1550/51 als Saalkirche mit einem dreiseitig polygonal endenden Chor und einem Dachreiter errichtet. Nur noch die Glocke weist auf die mittelalterliche Kirche hin.

Im Süden über dem Rundbogenportal befindet sich ein Wappen mit dem Monogramm des Landeskomturs Herzog Christian August von Sachsen-Zeitz mit der Jahreszahl 1689, ein Hinweis auf Bauaktivitäten in dieser Zeit.

Das Kirchenschiff ist sehr schlicht. Im Inneren führt eine dreiseitige Empore an den Wänden entlang.

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