Kirche Wöllnitz

Das Dorf befand sich im Besitz mehrerer Adelsgeschlechter, im 15. Jahrhundert war es zeitweise Lehen der Würzburger Bischöfe und im 19. Jahrhundert Besitz der Herren von Ziegesar.

Die Kirche wurde in den Jahren von 1740 bis 1743 als ein Zentralbau in Form eines unregelmäßigen Achtecks errichtet. Über dem Mittelraum erhebt sich ein achteckiger Dachturm mit Schweifkuppel und Laterne. Die Südseite der Kirche wird durch ihren schwungvollen Barockgiebel betont, er tritt aus der Flucht der Kirchenmauern heraus und ist höher ausgebildet. Die Mauern der Kirche werden von flachbogigen Fenstern durchbrochen.

Der Charakter eines Zentralbaus wird auch im Inneren der Kirche fortgesetzt, er zeichnet sich durch einen ausgeschiedenen querrechteckigen Mittelraum mit umlaufender, zweizoniger Empore aus. Dabei erfährt die Querachse durch tiefe Schildbögen, die sich zwischen den Wandpfeilern des zentralen Raumteils befinden, ihre Betonung.

Eine Instandsetzung und Restaurierung der Kirche erfolgte 1966/67.

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