Das Reformationsjubiläumsjahr 2017 in Jena

Im Reformationsfestjahr haben wir ein umfangreiches und vielseitiges Programm über das gesamte Jahr mit unseren Partnern, vor allem der Stadt und der Universität, erarbeitet.

Hier geht es zu dem Programm (pdf)

Martin Luther Propagandasymposium (MLPS) 16./17./18.06.2017 | Stadtkirche St. Michael, Theaterhaus Jena, Volksbad Jena Kuratiert von Boris Nikitin

Verknüpfung von Theatergastspielen, Gesprächsrunden und Lectures mit der Verleihung des Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preises für Dramatik der Stadt Jena 2017.

Veranstaltungsorte: Stadtkirche St. Michael, Theaterhaus Jena, Volksbad Jena

 

17.06.2017 13:00 Uhr 
Verschiedene Orte
Markt 1
07743 Jena

Das war der Kirchentag in Jena (25.-27.05.2017):

Entspannte Atmosphäre, lebhafte Anteilnahme an Podien und Gesprächen, Inspiration und Erbauung durch Gottesdienste auch in besonderen Formaten: Multimediale Messe, Aufwind- Gottesdienst auf dem Markt, Dom im Fulldome, mit Texten und Liedern von Klaus-Peter Hertzsch.

Durchzogen wurde er von tollen musikalischen Highlights. Gänsehautfeeling gab es beim Konzert mit Airtramp und Ton, Steine, Scherben und Gymmick und als Abschluss stand am Samstagabend bewegend Mendelssohns "Lobgesang" im Zusammenwirken von Chören und Musikern aus Tallinn und Jena.

Der Kirchentag in Jena und Weimar war ein Forum des Dialogs, nicht nur für Kirchenmitglieder, der um Lösungen für die Zukunftsfragen bemüht ist, mit klarer Benennung der großen Herausforderungen, mit Perspektiven von Freiheit und Befreiung, z.B. des politischen Handeln aus der weltweiten geldwirtschaftlichen Umklammerung, aus der Dynamik fortschreitender Naturzerstörung, aus nationalistischer und populistischer Beschränktheit.

Der Kirchentag hat für drei beschwingte Tage etwas vom aktuellen Gesicht des Protestantismus / Evangelischseins in der Kulturlandschaft Jena-Weimar sichtbar werden lassen, der seine Minderheitssituation annimmt und doch so etwas wie das Salz ist - man würde merken, wenn es fehlte. 

Wir haben 500 Jahre Reformation mit reformatorischen, historischen und gegenwartsbezogenen Perspektiven und Jenaer Alleinstellungsmerkmalen bei herrlichem Sonnenschein würdig, festlich und fröhlich gefeiert. Denen, die es miterlebt haben, werden diese Tage in Erinnerung bleiben.

Eröffnung des Karmelitenklosters in Jena - Auftakt zum Reformationsjahr

Mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst wurde die von der Stadt Jena sanierte Sakristei und der Kapitelsaal des ehemaligen Karmelitenklosters in Jena eröffnet. Superintendent Sebastian Neuß äußerte seine Freude über den Wiederaufbau, der verdrängte und alte Wunden in der Erinnerung an Jenas geistliche Vergangenheit heile. Oberbürgermeister Schröter hob die ökumenische Bedeutung des Baus hervor, der als katholisches Kloster und als Druckstätte der Jenaer Lutherausgabe gedient hat. Er freue sich, dass sich zum 500. Reformationsjubiläum die Konfessionen so nahe seien. Mit der Eröffnung startet die Stadt in das Reformationsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen.

(Bild: OTZ)

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Herder — Luther Das Erbe der Reformation in der Weimarer Klassik

9. bis 12. Februar, Goethe-Nationalmuseum, Weimar

Herder kannte Luther nicht nur, wie ein Gebildeter viele historische Figuren kennt; Herder wurde nicht nur von Luther angeregt, wie ein Gebildeter im Laufe seines Lebens viele Anregungen verarbeitet; Herder sah sich in der Nachfolge Luthers. Dabei geht es nicht nur um den historischen Reformator, sondern auch um das herausragende Individuum, das Genie. Im Sinne des Sturm-und-Drang-Goethe war Luther für Herder ein Selbst-Täter, ein Ausnahmemensch, ein Heros, der in das Rad des Schicksals eingriff, um dem Lauf der Geschichte eine neue Richtung zu geben. Der Fokus der internationalen Tagung liegt auf der Frage der Rezeption der Reformation in der Weimarer Klassik und untersucht somit eine relevante, bisher in der Forschung doch wenig beachtete Dimension der Auswirkungen der Reformation auf die Zeit der Weimarer Klassik. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programminformationen finden sie hier.

Anmeldung und Information:

Weimar-Jena-Akademie, Antonia Furjelova, Jakobstraße 30, 99423 Weimar

Tel.: 03643-495574, E-Mail: antonia.furjelova@weimar-jena-akademie.dewww.herderforum-weimar.de

Chancen des Neuanfangs - Studientag der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Herzlich laden wir Sie zum traditionellen Studientag der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein, der am Mittwoch, 25. Januar 2017, in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität (Fürstengraben 1) stattfinden wird. Das Thema lautet: "Chancen des Neuanfangs: Beichte - Buße - Vergebung heute".

Der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Manuel Vogel, sowie das gesamte Professorium freuen sich, Sie zu den Vorträgen und Diskussionen, an denen auch Landesbischöfin I. Junkermann mitwirken wird, begrüßen zu dürfen. 

Hier geht es zum Programm (pdf)

Jena ist Reformationsstadt Europas

Die Festrede zur Verleihung dieses Titels an unsere Stadt wurde von Prof. Dr. Klaus Dicke gehalten:
"Mit dem heutigen Tag darf sich Jena „Reformationsstadt Europas“ nennen und steht in geistiger Korrespondenz zu 73 anderen europäischen Städten, die dieses Label tragen. Und die Verleihung am heutigen Tag stiftet gleich eine ganze Reihe von Koinzidenzen, die über den Anspruch dieses Labels nachzudenken geradezu zwingen. Mit dieser Veranstaltung eröffnet die Stadt Jena ihr Jahr des Reformationsgedenkens. Wir erfahren von einer Vielzahl von Veranstaltungen, in denen des Beginns der Reformation im späten Wittenberger Oktober des Jahres 1517 gedacht wird. Aber schon das Datum 31.10.1517 ist aus guten Gründen nicht unumstritten: der Reformationstag selbst ist ein Label, künstlich geschaffen, um einen fixen Anhaltspunkt zu setzen, der uns die Erinnerung an das Gesamtereignis Reformation ritualisiert, indem dieses Ereignis auf einen Tag im Jahr und einen einzigen Punkt konzentriert wird. Was hat es – so will ich fragen – mit dem Label „Reformationsstadt Europas“ auf sich?"
So begann sein Vortrag.
Hier können Sie den vollständigen Text lesen.
Lesen Sie auch: Eröffnung des Reformationsfestjahres 2017

 


 

 

Ganzjährige Angebote

Digitales Archiv der Reformation

Wie sah sie aus, die Bannandrohungsbulle gegen Martin Luther? Wie ein Ablassbrief? Wie fand Reformation in meiner Gemeinde statt? Alle diese Fragen können Dokumente, die seit Jahrhunderten in unseren Archiven aufbewahrt werden, beantworten. Eine repräsentative Auswahl wurde von Oktober 2013 bis September 2015 wissenschaftlich aufbereitet und wird nun im Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. mehr

Teufel, Nonnen, Ablasshandel. Reformation in Jena

Auf dem Weg zu Luthers Grabplatte erfahren Sie, wie die Menschen in Jena die Reformation erlebten. Anna von Herden, „Sonnen“-Wirtin aus dem 16. Jahrhundert, gibt lebhafte Einblicke in den Jenaer Alltag vor 500 Jahren und berichtet u. a. von Seelenmessen und Klosterstürmern, von verheirateten Nonnen und geköpften Wiedertäufern. Es werden Orte besucht, die eng mit Luther und dem reformatorischen Geschehen in Jena verbunden sind.

Sie können die Führung zu Ihrem Wunschtermin buchen. Kostproben aus Annas Küche und Orgelmusik in der Michaeliskirche sind optional zubuchbar.  Ausführliche Informationen und Buchung über www.jena4you.de