Haus der Begegnung soll bleiben!

Am 1. April 2015 musste das „Haus der Begegnung“ in Kunitz geschlossen werden. Mängel im Brandschutz hatten dazu geführt, dass die Bettenzahl von 30 auf elf reduziert werden musste. In Folge dieser Einschränkungen kündigte der langjährige Nutzer, der Verein Kinder- und Familientagungsstätten e.V., nach mehr als zwei erfolgreichen Jahrzehnten die Betreibung des Hauses.

Die Kirchengemeinde Kunitz bzw. der zuständige Kirchengemeindeverband Am Gleistal-Beutnitz als Eigentümer sowie der Kirchenkreis Jena als bisheriger Mieter bekundeten, das Gebäude auch in Zukunft als ein Haus der Begegnung zu erhalten.

Ein Brandschutzgutachten wurde in Auftrag gegeben, das notwendige Arbeiten im Umfang von 80.000 Euro auflistete.

Die Kreissynode des Kirchenkreises setzte eine Arbeitsgruppe ein, die Vorschläge für eine Konzeption der zukünftigen Gestaltung des alten Pfarrhauses als Haus der Begegnung unter neuen Voraussetzungen erarbeitet hat. Aus den Ergebnissen wurde eine Ad-hoc-Studie zu einer zukünftigen Nutzung erstellt.

Bis zum 31.3.2016 wurde das Gebäude durch die Stadt Jena als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Eine elfköpfige Familie aus Afghanistan fand für einige Monate ein sicheres Quartier.

Zusammen mit dem Verein Evangelische Grundschule Jena e.V. wurde die Idee entwickelt, das Haus der Begegnung bis 2019 als Übergangsdomizil für die seit dem Schuljahr 2017/2018 im Christlichen Gymnasium untergebrachte Evangelische Grundschule zu nutzen.

Dafür wird das Erdgeschoss bis zum Sommer 2018 saniert, d.h. vor allem brandschutztechnisch und sanitär ertüchtigt.

Neben dem Betrieb der Grundschule wird die Kirchengemeinde in Kunitz die erneuerten Räumlichkeiten nutzen und nach Auszug der Grundschule weiternutzen können.

Ob es nach 2019 auch mit dem Ausbau der beiden Obergeschosse weitergehen wird, hängt von den finanziellen Mitteln ab. Fest steht: Ohne Spenden aller am Weiterbestehen des Hauses Interessierten wird eine weitergehende Erneuerung des Hauses nicht zu schaffen sein.

Lassen Sie uns darum beten und handeln!

Sebastian Neuß, Superintendent